Superkompensation

Als Superkompensation bezeichnet man den Effekt, dass ein Muskel nach dem Training sich nicht mehr nur soweit erholt, um wieder die alte Stärke zurück zu erlangen, also den Kraftverlust kompensiert. Vielmehr überkompensiert der Muskel und baut ein Mehrpotential, also eine Mehrkraft auf, die Superkompensation.

Um einen idealen Kraftaufbau zu erzielen, wäre daher ein Training in Intervallen entsprechend der Superkompensation notwendig. Der jeweils trainierte Muskel muss am Folgetag des Trainings einen Leistungsabfall erleiden, jedoch am 2. und 3. Tag nach dem Training einen Leistungsanstieg. Diesen nutzt man aus. Daher sollte man in dieses Erholungsintervall hinein trainieren um so einen raschen permanenten Leistungszuwachs zu erzielen. Zu beachten ist jedoch, dass das Intervall sehr variabel ist und stark von der Regenerationsfähigkeit des einzelnen Sportlers abhängt, so dass ein Tag Leistungsabfall und der 2. Tag als Erholungstag auch stark verkürzt oder verlängert sein kann. Es handelt sich hier nur um gute Durchschnittswerte.

Das optimale Training gibt daher dem Muskel Zeit sich zu erholen und Trainiert dann in den ersten Tag des erneuten Leistungsanstiegs. Erfahrene Sportler spüren die „Kraftlosigkeit“ bzw. den Leistungsanstieg und können so das Training individuell gestalten. Ansonsten gilt die 1 bis max. 2 Tage Pause Regel. Trainiert man hingegen den Muskel erst nach diesen 3 Tagen (bzw. nach dem Leistungsanstieg) oder auch sofort am Folgetag (Tag des Leistungsabfalls) weiter, so erzielt man nur geringere Trainingserfolge.